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Fensterbild Regenbogen vor einem bewölktem Himmel

Ehrenamt

Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Teil unserer Kinder- und Jugendhospizarbeit. Unsere ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter schenken Familien Zeit, Aufmerksamkeit und Entlastung und stehen ihnen in herausfordernden Lebenssituationen verlässlich zur Seite.

Vielleicht können auch Sie sich vorstellen, einen Teil Ihrer Zeit zu schenken und Familien auf ihrem Weg zu begleiten. Dabei entstehen oft viele Fragen: Welche Voraussetzungen brauche ich? Wie werde ich vorbereitet? Wie viel Zeit sollte ich mitbringen und welche Aufgaben erwarten mich?

In unseren FAQs finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement bei uns.

Wie kann ich mich beim Ambulanten Kinderhospizdienst ehrenamtlich engagieren?

Der Regelfall ist die Begleitung eines lebensverkürzt erkrankten Kindes oder, wenn die Eltern dies wünschen, die Begleitung eines oder mehrerer Geschwisterkinder.

Muss ich medizinische, pflegerische oder therapeutische Vorkenntnisse haben?

Nein – zum Aufgabenbereich der ehrenamtlichen Kinderhospizbegleitung gehören bewusst keine medizinischen, pflegerischen oder therapeutischen Aufgaben.

Zu Beginn einer Begleitung verdeutlicht die Koordinationsfachkraft, mit welchem Auftrag das Ehrenamt übernommen wird. Sie unterstützt die Kinderhospizbegleitung und überprüft von Zeit zu Zeit diesen Auftrag im Gespräch mit den Familien und passt ihn gegebenenfalls an.

Welche Voraussetzungen sollte ich für ein Ehrenamt in der Kinderhospizarbeit mitbringen?

Die wichtigste Voraussetzung ist die, dass man Kinder liebt und gerne Zeit mit Kindern verbringt. I.d.R. findet die Begleitung einmal pro Woche im häuslichen Umfeld der Familie statt.

In d.R. ist es notwendig, dass der/die Ehrenamtliche über ein Auto verfügt, um zur Familie zu gelangen.

Wie viel Zeit sollte ich für mein ehrenamtliches Engagement einplanen?

Der meist wöchentliche Besuch in der Familie nimmt jeweils ca. 2-3 Stunden in Anspruch.

Die verpflichtende Teilnahme an einem monatlichen Treffen umfasst ca. 6 Gruppenabende und 4-5 Supervisionstermine über das Jahr verteilt. Auch ein Teamwochenende (Sa-So) sollte eingeplant werden.

Für die Kinder und ihre Familien bieten wir ca. 3-4 Familientage im Jahr einschließlich der Weihnachtsfeier an. Hier ist die Teilnahme und Mitarbeit der Ehrenamtlichen bei der Vorbereitung und Durchführung erwünscht. Wir freuen uns auch, wenn Ehrenamtliche diesen Einsatz auch auf die Ferienwoche (jeweils die erste Woche der Sommerferien) bzw. einzelne Tage ausdehnen.

Jährlich finden 1-2 thematische Fortbildungen für die Ehrenamtlichen statt.

Warum ist die Teilnahme an Supervisionen, Gruppenabenden und am Teamwochenende für Ehrenamtliche wichtiger Bestandteil der Begleitung?

Bei der Supervision z.B. handelt es sich um die fachliche Unterstützung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Ein regelmäßiger Austausch, Reflexion sowie die Möglichkeit, belastende Situationen gemeinsam mit anderen bzw. einer Fachkraft zu besprechen sind wichtige Voraussetzungen der Hospizarbeit – auch sowohl im Hinblick auf die Unterstützung in schwierigen Situationen als auch mit Blick auf das Wohlbefinden der Ehrenamtlichen.

Auch an Gruppenabenden werden die Ehrenamtlichen kontinuierlich bei der Verarbeitung von Erfahrungen und Situationen durch die Koordinatorin unterstützt. Es werden zudem grundsätzliche Fragen im Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendhospizarbeit und mögliche Fortbildungswünsche besprochen. 

Welche Themen werden in der Supervision behandelt?

Die gut ausgebildete Supervisionskraft geht auf die Diskussionspunkte der KinderhospizbegleiterInnen ein. Im geschützten Rahmen geht es um die eigene Rolle, um Gefühle, Grenzen und um die Reflexion schwieriger Situationen gerade bei Sterben, Tod, Trauer und besonders intensiven Beziehungen zu Familien.

Wie werde ich auf die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien vorbereitet?

Jede(r) Interessierte führt zuerst ein Gespräch mit der Koordinationskraft. Im zweiten Schritt nimmt er/sie an einem Qualifizierungskurs teil.

Dieser Kurs umfasst insgesamt 100 Stunden. Zusätzlich sind mindestens 20 Stunden für ein Praktikum vorgesehen.

Kursinhalte sind z.B. Selbstreflexion zum Thema Tod und Trauer, Grund-lagen der Kommunikation (mit Kindern u. Jugendlichen), Leben und Sterben aus Sicht des Kindes, Pflege, System Familie, Rituale etc.

Wie läuft so ein ehrenamtlicher Einsatz ab?

Familien, die Unterstützung wünschen, melden sich beim ambulanten Kinderhospizdienst NOK und nach einem informellen Besuch in der häuslichen Umgebung entscheidet die Koordinationskraft, wer von den derzeit zur Verfügung stehenden KinderhospizbegleiterInnen in die neue Familie „passen“ würde. Familie und Kinderhospizbegleitung entscheiden dann, ob sie sich diese Begleitung unter den besprochenen Voraus-setzungen vorstellen können.

Wie werde ich während meines ehrenamtlichen Einsatzes begleitet und unterstützt?

Als Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen steht jederzeit die Koordinationskraft bei allen auftretenden Fragen und Problemen zur Verfügung. Auch in den Supervisionssitzungen stehen neben der Supervisionskraft auch die anderen KinderhospizbegleiterInnen, die z.T. schon viele Familien begleitet und über Jahre Erfahrungen gesammelt haben, zur Verfügung.

Kann ich mich auch engagieren, wenn ich nicht direkt eine Familie begleiten möchte?

Beim ambulanten Kinderhospizdienst NOK sind auch Ehrenamtliche gerne gesehen, die keine Begleitung übernehmen, den Dienst aber dennoch unterstützen wollen. Hier sind die Teilnahme und Mithilfe bei Veranstaltungen, Aktionen und Aktivitäten möglich. Auch die Unterstützung bei Arbeiten im Ferienhäusle oder im Büro in der Waldstadt sind eine gerne gesehene Entlastung.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Interesse an einem Ehrenamt habe und den Kinderhospizdienst erst einmal kennenlernen möchte?

Rufen Sie unter einer der auf der Homepage genannten Nummern an und Fr. Reschke oder Herr Baier werden Ihren Anruf gerne entgegennehmen.